NVIS-Antenne

Einfache NVIS-Antenne für den Notfunk

Die NVIS (Near Vertical Incidence Skywave) ist eine Antenne, bei der die elektromagnetischen Wellen sehr steil, im Winkel von 80° bis 90°, abgestrahlt werden.

Da die abgestrahlten Funkwellen an der Ionosphäre im gleichen Winkel reflektiert werden wie sie auftreffen, ist ein Funkverkehr von nahe zueinander liegenden Stationen, bei Verwendung einer steil strahlenden Antenne, möglich.
Der sonst auftretende Nahschwund-Effekt wird stark verringert.

Eingesetzt wird die NVIS – Antenne bei Funkamateuren, dem Militär und bei Hilfsorganisationen.

Koax-Balun  

Länge des Koaxkabel:   5,49 bis 6,40 m
Rohrdurchmesser:          80 bis 125 mm
Länge:                          250 bis 300 mm

Materialliste
Beim Bau der Antenne habe ich versucht, keine neuen Materialien zu verwenden und vorhandene Altbestände zu nutzen. Auch auf die Verwendung von speziellen Werkzeugen wurde bewusst verzichtet, um nachzuweisen, dass die Antenne z.B. auch bei einem Fieldday gebaut werden könnte.  


1 Stk. Abwasserrohr mit Steckmuffe   (Ø 80 bis 125 mm x 300mm lang)
1 Stk. Muffenstopfen
4 Stk. Karabinerhaken
4 Stk. Isolatoren
4 Stk. Steckmastsegment aus GFK  (nur als ein Beispiel)
6 m    Koaxkabel z.B. RG58
8 m    Abspannseil
66 m  Antennen-Litze
8 Stk. Draht-Klemmen
4 Stk. Erdspieße
div. Löt-Ösen oder Ring-Kabelschuhe, Kabelbinder, Schrumpfschlauch /Abdichtband,
PL-Stecker oder Buchse

Maria Maluca

Aufbau eines „verrückten Mädchen“

Maria Maluca ist für Funkamateure eine Antenne und im portugiesischen Sprachraum das Pseudonym für verrücktes Mädchen.

Verrückt war aber auch, wie ich zu diesem 2 Elemente-Beam gekommen bin und wie alles begann. Nach ca. 3 Jahren Kurzwellenbetrieb mit einem 22 m endgespeisten Draht, ging ich auf die Suche nach einer anderen Antenne und hörte von einem Beam mit geringen Maßen.
Das Zauberwort „Maria Maluca“ ließ mich kaum noch schlafen. Eines war aber sofort klar, es musste ein neuer Mast und ein entsprechendes Fundament errichtet werden.

Am 15.10.2006 ging es, mit Hilfe von Lothar DL1RMW, dem vorhandenen Mast an den Kragen. Leider haben wir fast 2 Stunden gebraucht, um den alten Mast und vor allem das alte Fundament abzureißen. Danach konnten wir aber mit der eigentlichen Arbeit, das Ausheben der neuen Fundamentgrube beginnen.

HAM-Spirit pur –  Danke Lothar!

Nur zur Info, für ein Fundament mit den Maßen 0,8 x 0,8 x 1,0 Meter werden gut 20 Säcke mit 40 kg Betonfertigmischung und einige Eimer mit Bruchbeton zum Ein- stampfen benötigt. Hatte ich natürlich nicht alles da, so das eine Fahrt zum Baumarkt angesagt war!

Nach einigen Stunden hatten wir es geschafft und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Nun musste der Beton noch aushärten, der Mast vom Schmied geliefert werden und eine Maria Maluca beschafft werden.
Mit großem Glück konnte ich von einem Funkamateur aus dem eigenen OV (Y06) eine fast neue und fertig montierte Antenne erwerben. Diese wurde mir dann auch am 30.10.2006 angeliefert.

Nun hatte ich schon die Antenne, ein Mastfundament,  keinen Mast und viel Zeit diese Geschichte aufzuschreiben.

Aber, am 21.11.2006 ging es weiter und ich konnte den Mast abholen. Nach einer Probemontage und Rücksprache mit Lothar, wurde das Wochenende (25/26. Nov.) für die Vollendung der restlichen Arbeiten vorgesehen.

Am 25.11.06 war es dann geschafft und das Ergebnis kann auf den nachfolgenden Bildern betrachtet werden. Wie werden die ersten Verbindungen sein?

Die Antenne arbeitet vom 6-m- bis zum 20-m-Band. Auf 6, 10 und 12 m arbeitet sie als Strahler mit Direktor und auf 15, 17 und 20 m als Strahler mit Reflektor.