2011 hatte ich erstmalig die Gelegenheit die HAM RADIO in Friedrichshafen zu besuchen.
Als Mitglied des DARC-Referates „Notfunk“ übernahm ich mit insgesamt 6 weiteren Funkamateuren die Standbetreuungauf der Messe. Da Mike und ich bereits am Mitwoch dem 22.06.2011 anreisten, hatten wir ausreichend Zeit den Stand am Donnerstag aufzubauen.
Das Thema Not- und Katastrophenfunk spielte auf der diesjährigen HamRadio eine große Rolle. Auch andere internationale Amateurfunkverbände beschäftigten sich mit dem Notfunk-Thema.Am Stand konnten wir Besucher aus der Schweiz, Österreich, Belgien, Tschechien, Italien, Schweden, Rumänien, Libanon, Thailand, USA und Australien begrüßen. In den Gesprächen konnte festgestellt werden, daß für viele Funkamateure und bei einer großen Anzahl der Ortsverbände, das Thema „Notfunk“ an Bedeutung gewinnt.
Die HAM RADIO 2011 war für mich ein besonderes Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken.
Wer nach Brandenburg an der Havel kommt, der sollte auch das Slawendorf in der Stadt Brandenburg besuchen. Im nachgestalteten Schaudorf können Ausschnitte aus dem Leben der Havelbewohner vor über 1000 Jahren nacherlebt werden.
Im Dorf sind u.a. Blockhäuser, Grubenhäuser, Tiergehege, Wagen, Brunnen und viele Gebrauchsgegenstände sowie Slawenschiffe ausgestellt.
Ein Travel Bug reist von Ort zu Ort um unterwegs, auf seiner Reise, Geschichten einzusammeln.
Dafür hat jeder Travel Bug eine eigene Registriernummer und kann so im Internet verfolgt werden. Jeder Travel Bug kann eine Aufgabe (z. B. einen bestimmten Ort erreichen) mit auf die Reise bekommen.
Geocaching, die elektronische Schnitzeljagd oder auch Schatzsuche wurde im Jahr 2000 populär, als die Genauigkeit des GPS-System auf ca. 10 m freigegeben wurde. Die Bezeichnungen wie Geocaching oder Cache (Schatz) wurden erst etwas später geprägt.
Was ist nun aber das Geocaching? In einem wasserdichten Behälter (z.B. Frischhaltedose) wird ein kleiner Schatz (Tauschgegenstände) sowie ein Logbuch für Eintragungen der Finder gelegt und anschließend an einem schönen Ort versteckt. Das Versteck bzw. die geographischen Daten werden danach z.B. auf www.geocaching.com veröffentlicht.
Mit einem GPS-Gerät oder geeigneten Smartphone kann es dann für Jedermann auf die Schatzsuche gehen. Natürlich ist das von mir geschriebene nur als eine Art von Kurzdarstellung zu verstehen, da für die richtige Suche einige Grundkenntnisse notwendig sind.
Weiterhin ist es wichtig die Cache-Arten und einige Abkürzungen zu kennen.
Abkürzungen (kleine Auswahl) FTF Erstfinder eines neuen Cache STF Zweitfinder eines neuen Cache TTF Drittfinder eines neuen Cache DNF Cache wurde nicht gefunden DFDC Danke für den Cache Muggles Personen die Geocaching nicht kennen Owner Besitzer eines Cache
Nano-Cache:
sehr klein mit nur einem Zettel als Logbuch
Mini oder auch als Micro bezeichnet, mit Stift und Zettellog.
Small mit Stift, Logbuch und Tauschgegenstände kleiner als 1 Liter als Stauraum
Zur Unterstützung und Kontaktaufnahme arbeiten Geocacher auch mit PMR Funkgeräte.
FT8 wurde 2017 Joe Taylor (K1JT) und Steven Franke (K9AN) entwickelt und ist eine von Funkamateuren benutzte digitale Betriebsart.
Der FT8-Betrieb erfolgt in einem Zeit-Raster (Zyklen) von 15 s und einer Bandbreite von 50 Hz. Die genaue Einhaltung des Rasters am Sender und Empfänger sind dabei sehr wichtig. Somit ist auch eine genaue PC-Zeit wesentliche Voraussetzung!
FT4 eine von FT8 abgeleitete Variante hat eine Bandbreite von 90 Hz und arbeitet in einem Raster von 7,5 s je Durchgang.
Beide Varianten haben einen großen Spaß-Faktor und ermöglichen bei kleiner Signalstärke weite Verbindungen.
Als Software nutze ich z.B. WSJT-X oder auch MixW 4 und bei Mac die App >FT-Control for Yaesu<
FT2 ist die schnellste digitale Betriebsart und arbeitet mit 3,8-Sekunden-Zyklen. Somit kann eine QSO innerhalb von 6 Sekunden ablaufen. Für den Amateurfunk-Betrieb in FT2 nutze ich die Software Decodium!
Die NVIS (Near Vertical Incidence Skywave) ist eine Antenne, bei der die elektromagnetischen Wellen sehr steil, im Winkel von 80° bis 90°, abgestrahlt werden.
Da die abgestrahlten Funkwellen an der Ionosphäre im gleichen Winkel reflektiert werden wie sie auftreffen, ist ein Funkverkehr von nahe zueinander liegenden Stationen, bei Verwendung einer steil strahlenden Antenne, möglich. Der sonst auftretende Nahschwund-Effekt wird stark verringert.
Eingesetzt wird die NVIS – Antenne bei Funkamateuren, dem Militär und bei Hilfsorganisationen.
Koax-Balun
Länge des Koaxkabel: 5,49 bis 6,40 m Rohrdurchmesser: 80 bis 125 mm Länge: 250 bis 300 mm
Materialliste Beim Bau der Antenne habe ich versucht, keine neuen Materialien zu verwenden und vorhandene Altbestände zu nutzen. Auch auf die Verwendung von speziellen Werkzeugen wurde bewusst verzichtet, um nachzuweisen, dass die Antenne z.B. auch bei einem Fieldday gebaut werden könnte.
1 Stk. Abwasserrohr mit Steckmuffe (Ø 80 bis 125 mm x 300mm lang) 1 Stk. Muffenstopfen 4 Stk. Karabinerhaken 4 Stk. Isolatoren 4 Stk. Steckmastsegment aus GFK (nur als ein Beispiel) 6 m Koaxkabel z.B. RG58 8 m Abspannseil 66 m Antennen-Litze 8 Stk. Draht-Klemmen 4 Stk. Erdspieße div. Löt-Ösen oder Ring-Kabelschuhe, Kabelbinder, Schrumpfschlauch /Abdichtband, PL-Stecker oder Buchse
Maria Maluca ist für Funkamateure eine Antenne und im portugiesischen Sprachraum das Pseudonym für verrücktes Mädchen.
Verrückt war aber auch, wie ich zu diesem 2 Elemente-Beam gekommen bin und wie alles begann. Nach ca. 3 Jahren Kurzwellenbetrieb mit einem 22 m endgespeisten Draht, ging ich auf die Suche nach einer anderen Antenne und hörte von einem Beam mit geringen Maßen. Das Zauberwort „Maria Maluca“ ließ mich kaum noch schlafen. Eines war aber sofort klar, es musste ein neuer Mast und ein entsprechendes Fundament errichtet werden.
Am 15.10.2006 ging es, mit Hilfe von Lothar DL1RMW, dem vorhandenen Mast an den Kragen. Leider haben wir fast 2 Stunden gebraucht, um den alten Mast und vor allem das alte Fundament abzureißen. Danach konnten wir aber mit der eigentlichen Arbeit, das Ausheben der neuen Fundamentgrube beginnen.
HAM-Spirit pur – Danke Lothar!
Nur zur Info, für ein Fundament mit den Maßen 0,8 x 0,8 x 1,0 Meter werden gut 20 Säcke mit 40 kg Betonfertigmischung und einige Eimer mit Bruchbeton zum Ein- stampfen benötigt. Hatte ich natürlich nicht alles da, so das eine Fahrt zum Baumarkt angesagt war!
Nach einigen Stunden hatten wir es geschafft und das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Nun musste der Beton noch aushärten, der Mast vom Schmied geliefert werden und eine Maria Maluca beschafft werden. Mit großem Glück konnte ich von einem Funkamateur aus dem eigenen OV (Y06) eine fast neue und fertig montierte Antenne erwerben. Diese wurde mir dann auch am 30.10.2006 angeliefert.
Nun hatte ich schon die Antenne, ein Mastfundament, keinen Mast und viel Zeit diese Geschichte aufzuschreiben.
Aber, am 21.11.2006 ging es weiter und ich konnte den Mast abholen. Nach einer Probemontage und Rücksprache mit Lothar, wurde das Wochenende (25/26. Nov.) für die Vollendung der restlichen Arbeiten vorgesehen.
Am 25.11.06 war es dann geschafft und das Ergebnis kann auf den nachfolgenden Bildern betrachtet werden. Wie werden die ersten Verbindungen sein?
Die Antenne arbeitet vom 6-m- bis zum 20-m-Band. Auf 6, 10 und 12 m arbeitet sie als Strahler mit Direktor und auf 15, 17 und 20 m als Strahler mit Reflektor.